Ein Obdach für die Seelen

Meßdiener HeisternMichael Kaminsky und Pia Esser begleiteten als Messdiener den Geburtstagsgottesdienst.

200 Gratulanten beim Gedenkgottesdienst in Heistern. 350 Jahre Kapelle.

Heistern. Umrahmt von 3 alten Linden, prächtig mit Fahnen und Blumen geschmückt, so präsentierte sich das Geburtagskind, die „St Nobertus Kapelle“ auf der Heide in Heistern den über 200 Gratulanten zum Gedenkgottesdienst am Mittwochabend. „Dem Gerta sen Kapellche“ wie die Heisterner liebevoll ihre Kapelle nennen ist nun 350 Jahre alt.

„Kommt alle zu mir, die ihr Last zu tragen habt, um Ruhe zu finden und eine Kerze an zuzumachen“ beschreibt Pfarrer Rüdiger Hagens die Bestimmung der „Seele des Ortes“. Sie ist Obdach für die Seele und stiftet Gemeinschaft und Frieden über die Jahrhunderte ihres Bestehens. Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Heistern, die Freiwillige Feuerwehr und viele weitere Vertreter der Gemeinde sind gekommen, um vor der alten Kapelle ihr „Vater unser“ zu beten, wie es Tausende vor ihnen taten. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor St. Rochus aus Wenau und den Bovenberger Blasmusikanten aus Heistern gestaltet. Sie hat die Jahrhunderte gut überstanden, je sind mittlerweile einige Sanierungsarbeiten von nöten. „Die Renovierungen kosten über 10.000 Euro. Ein kleiner Fundus gibt es schon. Ich bin mir sicher, das es uns auch weiterhin gelingt die Kapelle für die nächsten 350 Jahre zu erhalten“, erklärte Pfarrer Rüdiger Hagens und widmete die Kollekte zum Erhalt der Kapelle.

Heistern Schützen

St. Sebastianus Schützenbruderschaft Heistern erfürchtig beim Gedenkgottestdienst.

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