Nachbarschaften von Dingen und Menschen

Ausstellung Peter Stein (1)Ein Portrait verbindet Landesinnenminister Ingo Wolf und Maler Peter Stein. Ehrensache für Laudator Ingo Wolf die Ausstellung im Leopold Hoesch Museum zu eröffnen. 

Eine kleine aber sehr feine Ausstellung: Peter Stein stellt 14 Bilder im Leopold Hoesch Museum aus. Portrait des NRW-Innenministers.

Düren. Es ist die zweitletzte Ausstellung vor der Schließung des Leopold Hoesch Museums, wegen dem anstehenden Erweiterungsbau. Nur knapp eine Woche bis zum 6. Juni sind die 14 Werke von Peter Stein in einer Einraumausstellung noch in Düren im Museum zu sehen, darunter auch ein Portrait des Landesinnenminister Dr. Ingo Wolf. „Es ist eine kleine aber sehr feine Ausstellung“, beschreibt Bürgermeister Paul Larue die Ausstellung und bedankt sich beim neuen Leiter der Commerzbank Detlef Krämer für die tatkräftige Hilfe, diese Ausstellung zu realisieren.

„Poetischer Realismus“

Peter Stein möchte nicht gern in irgendwelche Stilrichtungen reingepresst werden. Jedoch kann man seine Malerei mit Pastellkreide als „Poetischer Realismus“ oder auch „figurative Malerei“ bezeichnen. Betrachtet man die Ausstellung mit einem wachen Auge erschließen sich die Ateliers-Stillleben mit ganz normalen Gegenständen aus seiner Wohnung, den Akten und Portraits, die oft zum Gegenständlichen neigen, dem Betrachter mit einer faszinierenden Leuchtkraft. Jedes Bild hat seine eigene Abstraktion. „Egal ob Bilder schön oder hässlich sind, das einzige was zählt ist, dass sie lebendig sind“ formuliert der einstige Grafiker Peter Stein sein Credo. In seinen Stillleben entstehen ungewohnte Nachbarschaften von Dingen und Menschen. Er zerlegt die einzelnen Figuren in einzelne Teile und fügt sie dann wieder zusammen. Dabei betont er durch Farben einzelne Facetten. Die Pastellkreide hilft ihm dabei. Sie hat mit Abstand die größte Leuchtkraft. „Ich fange irgendwo an und plötzlich wächst das Bild. So kann es passieren, wie im Portrait des Schriftstellers Bernd Jentzsch, das der Kopf nicht ganz auf das Bild passt“ erzählt Peter Stein über seine Arbeit.

Die Zeit nicht bedauert

Auch Ingo Wolf ließ sich von Stein porträtieren. „Ich sollte mir mehr Zeit nehmen als bei den sonst üblichen Schnellzeichnungen. Vertrauensvoll habe ich mich in seine Hände gegeben und das Ergebnis hat mir erst gar nicht gefallen. Dann entdeckte ich die beiden Seiten des Gesichtes, die Eine optimistisch und Aufbruchstark, die Andere Nachdenklich. Ich muss sagen, die gemeinsame Zeit mit Peter Stein bedauere ich nicht“ beschreibt Ingo Wolf die Entstehungsgeschichte des Bildes. „Oft ist es so, dass man sich selbst zuerst anders sieht. Der Mensch ist vielschichtig. Die vielen Facetten in einem Portrait zu vereinen und ein inneres Leuchten zu erzeugen ist wahre Kunst“ ist Museumsdirektorin Dr. Dorothea Eimert beeindruckt von der Ausstellung. Niko

Ausstellung Peter Stein

Leiter der Commerzbank Düren Detlef Kramer, Bürgermeister Paul Larue, Maler Peter Stein, Landesinnenminister Dr. Ingo Wolf, Museums Direktorin Dr. Dorothea Eimert, Leiter Firmenkunden Mittelstand der Region Commerzbank Jürgen Bester.

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