Mach dich stark für starke Kinder! Caritas-Plakatkampagne als Auftakt und Initiative
Bundesweite Kampagne “Mach Dich stark für starke Kinder” der Caritas.
Beide Fäuste kess in die Seiten verschränkt, schaut ein kleiner Junge mit großen Augen im Spiderman-Kostüm den Passanten in der Bismarckstraße direkt ins Gesicht. “Ob er zeigen kann, was wirklich in ihm steckt, liegt an uns allen”, ist darunter zu lesen. Das Transparent am Haus der Drogenberatungsstelle wirbt für die bundesweite Kampagne “Mach Dich stark für starke Kinder” der Caritas. “Wie lang werden diese Kinder noch dieses Selbstbewusstsein haben? Unser Aufruf ist eine doppelte Aufforderung an uns Erwachsene, uns stark und fit zu machen, damit unsere Kinder eine Chance haben und stark werden, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen “, erklärt Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich e.V. Lothar Frank das Anliegen der Kampagne, die mit der Enthüllung des ersten Großbanners gestern auch in Düren startet. Den beiden Bannern in der Bismarckstraße folgen in den nächsten Monaten unzählige A1-Plakate, Aufrufe und Infoveranstaltungen mit 5 Themenschwerpunkten, mit der der Caritasverband auf die unterschiedlichen Problemlagen von sozialschwachen Kindern und Jugendlichen eingeht. Im Kreis Düren leben heute über 5000 Kinder und Jugendliche von Hartz VI. Zu viele Kinder, die von Gewalt bedroht sind, denen es an Liebe, Zuwendung und Wertevermittlung fehlt.
Über 15 % eines Schul-Jahrgangs erreicht keinen Berufsabschluss.
(von links) Brigitte Schmitz, Gisela Gerdes, Gemeindesozialarbeiterinen, Franz-Josef Rehfisch, Vorstandsvorsitzender Caritasverband für die Region Düren-Jülich e.V., Sylvia Karger Kämmerling, Gemeindesozialarbeiterin und Lothar Frank Geschäftsführer Caritasverband.
“Wir brauchen eine kinderfreundliche Atmosphäre in unserer Gesellschaft. Tun wir genug, ist die Frage, denen wir uns immer wieder stellen müssen und wir müssen immer wieder prüfen, ob das überhaupt noch stimmt”, so Lothar Frank. Die Kampagne wirbt um mehr Unterstützung besonders für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Über 15 % eines Schul-Jahrgangs erreicht keinen Berufsabschluss. Dabei hat jedes Kind individuelle Begabungen. Doch viele haben keine Gelegenheit, ihre Talente zu entfalten. In ihrer Familie und in ihrem Umfeld gibt es niemand, der ihre Begabung erkennt und fördert. Die geringere Bildung erhöht das Risiko, keine Arbeit zu finden. “Unsere Gesellschaft kann es sich nicht leisten, ihre Kinder zu vernachlässigen und keine Startchancen zu geben. Dabei geht es auch um unsere Renten”, fordert Lothar Frank. Die Kampagne möchte jungen Menschen Mut machen, auch wenn sie auf Hindernisse stoßen. “Kinder sind angewiesen auf Menschen, die sie auf dem Weg in das Erwachsensein unterstützen und ihre Stärken fördern“, sucht Gemeindesozialarbeiterin Sylvia Karger-Kämmerling ehrenamtliche Paten, die sich stark machen möchten. Dabei haben sie viele Ideen, wie Nachhilfeunterricht, Leihomas, die Freude daran haben Kindern ein warmes Mittagessen zu bereiten, bei den Hausaufgaben zu Helfen oder auch Dolmetscher, die ausländischen Kinder beim Erlernen der Sprache helfen. „Alle können mitwirken, wenn es darum geht, beispielsweise einem sozial schwach gestellten Mitschüler die Klassenfahrt zu ermöglichen oder als Unternehmen – auch in der Caritas- einem Jugendlichen eine Perspektive zu geben“ so Frank.
Die beste Methode auf die “Aktion Mach dich stark für starke Kinder” ist die Menschen sofort anzusprechen und persönlich einzuladen. Gemeindesozialarbeiterin Sylvia Karger Kämmerling (rechts) und ihre Kolleginen im Gespräch mit den ersten Passanten.
„Wir müssen auf die Menschen zugehen und sie ansprechen, zu den Infoveranstaltungen einladen, zu sensibilisieren. Nur so gelingt es, das diese Kampagne zu einer „gemeinsamen“ Bewegung zu Gunsten der Zukunft unserer Kinder wird. Wir tun was, muss es heißen“, ist die Gemeindesozialarbeiterin Gisela Gerdes froh, dass es endlich losgeht.
Weitere Informationen unter www.mach-dich-stark-fuer-starke-kinder.de.
Infoveranstaltungen
Die ersten Infoveranstaltungen zum Thema „Staatliche Hilfen und Hartz IV“ beginnen am 16.05. um 18:00 Uhr in die Endart Kulturfabrik in der Veldener Str. 59. Zwei Experten auf dem Gebiet der staatlichen Hilfen erläutern und zeigen mögliche neue Wege von Hartz VI und Arbeitslosengeld 2 auf.
Der Caritasverband für die Region Düren-Jülich möchte alle Interessierten ganz herzlich einladen:
1. Informationsveranstaltung zum Thema:
staatliche Hilfen, Hartz IV / Arbeitslosengeld II
- Wer bekommt Hartz IV, was bedeutet Hartz IV für Betroffene?
- Welche Auswirkungen hat das für Kinder und Jugendliche, wenn die Familie von Hartz IV leben muss?
- Was wird von Jugendlichen gefordert, die Hartz IV erhalten?
- Wie werden diese Jugendlichen gefördert?
Referent: Herr Cranen, Frau Vogt (Job Com)
Termin: 16.05.2007
Zeit: 18.00 bis 20.00 Uhr
Ort: Veldener Str. 59, 52349 Düren „Endart“
—————————————————————————
2. Informationsveranstaltung zum Thema:
Hilfsmöglichkeiten für arbeitslose Jugendliche, Schulabbrecher…,
- Welche Jugendlichen sind von Arbeitslosigkeit bedroht?
- Warum brechen manche Jugendliche die Schule ab?
- Welche Auswirkungen hat das für die Jugendlichen?
- Wie kann man diese Jugendlichen erreichen?
- Welche Hilfsmöglichkeiten gibt es für betroffene Jugendliche in unserer Region?
- Was können Eltern betroffener Jugendlicher tun?
Referent: Herr Kirschbaum, Herr Loup (Sozialwerk Dürener Christen)
Termin: 23.05.2007
Zeit: 18.00 bis 20.00 Uhr
Ort: Veldener Str. 59, 52349 Düren „Endart“
—————————————————————————
3. Informationsveranstaltung zum Thema:
Haushalts- und Budjetplanung, Schulden, Privatinsolvenz
- Was ist eine Haushalts- und Budjetplanung, wie macht man so etwas?
- Wie und warum geraten Familien in die Schuldenfalle?
- Was ist Privatinsolvenz, wer kann sie beantragen und wie läuft das Verfahren ab?
- Welche Auswirkungen haben Schulden auf die Kinder in den betroffenen Familien?
- Wie können Kinder lernen mit Geld umzugehen und auszukommen?
Referentin: Frau Pieta (Diakonisches Werk Jülich –Schuldenberatung-)
Termin: 04.06.2007
Zeit: 19.00 bis 21.00 Uhr
Ort: Altenzentrum St. Hildegard, Merkatorstr. 31, Jülich
























Zum schreiben eines Kommentars musst Du angemeldet sein.