Demonstration gegen die “Hungerlöhne”
Sie wollen am Aufschwung teilhaben. «Du hast mehr verdient», erklärten Teilnehmer an der Kundgebung im Stadtpark.
IG Metall kündigt für heutigen Donnerstag im Raum Düren Warnstreiks an. Kundgebung fordert Aufschwung für Arbeitnehmer.
Düren. Mit dem Aufruf der Gewerkschaften „Du hast mehr verdient“ sind über 500 Menschen am Tag der Arbeit für höhere Löhne und mehr soziale Gerechtigkeit in Düren auf die Straße gegangen. Bei herrlichem Sommerwetter startete der traditionelle Demonstrationszug in der Kuhgasse und geschlossen gingen Sie mit ihren Transparenten „Wir wehren uns“ und Schilder „40 Stundenwoche nicht mit uns! bis zum Willy Brandt Park, prangerten “Hungerlöhne” an und forderten einen Mindestlohn von mindestens 7,50 Euro.
“Vom Aufschwung müssen alle profitieren, nicht nur die Reichen”, forderte Gewerkschaftssekretär Karl Panitz auf der zentralen Mai- Kundgebung im Willy Brandt Park. „Nach Rekordgewinnen erwarten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Recht ihren Anteil am Erfolg des Aufschwunges. Die Realität ist bei steigender Produktivität und Gewinnen wird gegeizt bei Löhnen und Gehältern. Mehr noch gerechter Lohn wird als Konjunkturbremse diffamiert“, bringt Karl Panitz den ganzen Ärger auf den Punkt. Panitz prangerte die verschlossen Türen zur Arbeitswelt für ältere Menschen, gering Qualifizierte, Migranten und für jüngere Menschen an, die einen Arbeitsplatz suchen. „Wenn für einige die Hoffnung Arbeitsplatz winkt, so sind es oft Mini-, Midijobs oder zunehmend Leiharbeit zu Niedriglöhnen. Der Slogan „Leistung muss sich lohnen“ ist dabei blanker Hohn. Die Wahrheit ist Arbeitslose und Leiharbeiter werden missbraucht, um den Stammbelegschaften Lohnzugeständnisse und längere Arbeitszeiten abzuringen“, so Panitz weiter. Eine Erhöhung des Rentenalters auf 67 ist nichts anderes als eine Absenkung der Renten. Schon heute bezieht nur eine Minderheit von 35% überhaupt die Regelaltersrente. Biografien wie Arbeitslosigkeit, Krankengeldbezug oder aus der stillen Reserve sind mit hohen Abschlägen in der Rente verbunden”, räumte Panitz ein.
„Wir haben 6,5 % mehr Lohn gefordert. In der Friedenspflicht haben die Arbeitgeber ein unzumutbares Angebot gemacht, trotz Rekordgewinne, bieten sie uns nur 2.5% mehr Lohn auf die Tabelle an. Zuzüglich einen Konjunkturzuschlag von 0,5%, der aber nächstes Jahr wieder wegfällt und das bei gleichbleibenden hohen Preisen. Eine ausgesprochene Mogelpackung. Das ist mit uns nicht zu machen“, ist Paul Zimmermann von der IG Metall kämpferisch und ruft zu ersten 4 Warnstreiks am Donnerstag in Düren auf und damit die Arbeitgeber auffordern, endlich ein abschlussfähiges Angebot abzugeben.
Warnstreiktag 3. Mai
Zu Warnstreiks hat die Gewerkschaft für Donnerstag, 3. Mai, aufgerufen. Die Aktionen finden statt:
- 5:30 Uhr bis 6:30 Uhr Queck und Dia Nielsen; Treffpunkt Queck Produktionshalle
- 7:00 Uhr bis 8:00 Uhr Brück und Voith Paper Rolls und Voith Paper Ravensburg; Treffpunkt Haupteingang Voith
- 13:30 Uhr bis 14:30 Uhr A. Kufferath und Gebr. Kufferath; Treffpunkt Grünfläche an der Kirche
- 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr Visteon jetzt Tedrive Germany GmbH; Treffpunkt Eingang vor dem Werk
Bildimpressionen: (einfach auf das Bild klicken und die Slideshow betrachten)

























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