Tränen zum Abschied von Schwester Simone
Eine Kämpferin in der Blindenseelsorge: Schwester Simone
Blindenseelsorgerin verlässt Anna Schoeller Haus
Hast du Sorgen, ich helfe dir. Willst du irgendwo hingehen, komm ich gehe mit. Diese einfachen Worte beschreiben ganz einfach den Charakterzug von der liebenswürdigen Schwester Simone Hejzlar, eine Salvatorianerin. Am Dienstag feiert sie Abschied aus dem Berufsalltag im Anna-Schoeller Haus in der Roonstraße. Nach 13 Jahren Seelsorge für blinde und behinderte Menschen wechselt sie in den Ruhestand. „Ich habe viel gelernt, von den einzelnen Lebensgeschichten der Bewohner, ihrem starken Glauben, den Weg, den sie gegangen sind. Sie sind nicht an ihrem Schicksal zerbrochen und sind dennoch frohe Menschen, das macht Mut“, erzählt Schwester Simone, die hier für jeden immer ansprechbar war und sehr viele kleine und große Probleme gelöst hat.
Zürück nach Horrem
Blindenseelsorge hatte die Berliner Pflanze eigentlich gar nicht gelernt. Mit 21 Jahren kam sie zu den Salvatorianerinnen in Kerpen-Horrem, wo sie von nun an auch zurückkehrt. Sie arbeitete 27 Jahren lang in der Personalverwaltung des Krankenhauses Neuwerk in Mönchengladbach und war für 850 Mitarbeiter verantwortlich. Sie suchte aber eine neue Herausforderung, lebte ein halbes Jahr in der Arche in der Schweiz mit Behinderten und Nichtbehinderten zusammen. Dort gab ihr eine Mitschwester den Tipp: Prälat Römer suchte jemanden für die Blindenseelsorge im Bistum Aachen. Von nun an bereitete sie jeden Freitag den Gottesdienst vor, holte Menschen, die nicht alleine kommen konnten ab, war Kämpferin, Mitdulderin und Mitleiderin.
Neue Aufgaben
„Schwester Simone ich möchte mich bedanken, für alles, was sie für uns getan haben“, so spontan Bewohnerin Rosemarie Huppertz mit Tränen in den Augen ihrer Schwester mit auf den Weg. „Es geht mir durch und durch. Es fällt mir sehr schwer zu gehen und hier aufzuhören“, gibt Schwester Simone mit einem kleine Kloß im Hals zu. Eine Träne huscht aus ihrem Auge und verspricht öfters wieder vorbeizukommen. Pläne für ihren Ruhestand hat die agile Schwester bereits. Krankenbesuche in der Gemeinde Horrem, es gibt ein dort Altenheim und weitere Aufgaben mit den anderen Mitschwester gestalten. Zudem versorgt sie ihre 94 jährige Mutter, die im betreuten Wohnen in Niederzier lebt.
Die Nachfolge von Schwester Simone als Blindenseelsorger im Bistum Aachen tritt Herbert Greif an.

























Zum schreiben eines Kommentars musst Du angemeldet sein.