Mein Schlitten parkt auf dem Rathausdach
Hunderte von Kindern lassen sich täglich auf dem Weihnachtsmarkt vom “Weihnachtsmann” Nikolaus Bellgardt beschenken. Er nimmt sich Zeit für jeden Knirps. Foto: C. Lammertz
Jeden Abend beschenkt der Weihnachtsmann auf dem Weihnachtmarkt die Kinder.
Hier beschreibt er seine Erfahrungen.
Hohoho, ich bin der Weihnachtsmann! Es ist schon erstaunlich, wie ein Mann mit schwarzen Stiefeln, roter Hose und einem roten Mantel die Kinder auf dem Weihnachtmarkt begeistern kann. Natürlich muss er noch einen weißen Bart und eine rote Zipfelmütze haben und wenn er noch einen Zaubersack mit vielen Geschenken dabei hat, dann ist der Weihnachtsmann der Superstar auf dem Weihnachtsmarkt Düren.
Jeden Tag im Einsatz
Jeden Tag, vom 1. bis zum 22. Dezember, immer um 17 Uhr öffnet sich das aktuelle Fenster des größten Adventskalender der Region, der Weihnachtsmann schaut aus dem Fenster und läutet eine Glocke als Zeichen, dass er angekommen ist. Dann dauert es nicht mehr lange und der Weihnachtsmann ist mitten unter den Kindern auf dem Weihnachtsmarkt. „Hohoho, ich bin der Weihnachtsmann, toll das Ihr da seid, “ sind die bekannten Worte des Weihnachtsmannes und wird jeden Tag von hunderten Kindern umringt.
Amerikanischer Superstar Weihnachtsmann. Foto: O. Hansen
Amerikanischer Nikolaus
Eigentlich habe ich nie gedacht, einmal den amerikanischen Nikolaus zu spielen, obwohl ich wirklich Nikolaus heiße. „Glauben die Kinder eigentlich noch an den Weihnachtsmann“, war meine Befürchtung. Da erinnerte ich mich an meine Zeit im Kindergarten. Da habe ich höchstpersönlich einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann gemalt.
“Ich bin dankbar für die Möglichkeit, in viele gro0e Kinderaugen zu blicken,
die vom Weihnachtsmann beschenkt werden.” Nikolaus Bellgrdt
Die Rolle habe ich Heinz-Gerd Schütz und Rolf Giebel zu verdanken und ich muss sagen „Danke“ für die Möglichkeit, einmal in die großen Augen von Kindern blicken zu können, wenn Sie ein Geschenk aus den Händen des Weihnachtsmannes abholen.
Der Nikolaus blickt immer wieder in große strahlende Augen der Kinder auf dem Weihnachtsmarkt Düren, wenn sie ihm ein Lied singen. Foto: O. Hansen
Manchmal, schreiben mir Eltern ein paar kleine Geschichten über ihr Kind auf, die ich dann, wenn das Kind vor mir steht, vorlese. „Wo ist dein Schlitten und wo sind die Rentiere?“ „Wo kommst du her?“ sind die Fragen der Kinder. „Natürlich steht mein Schlitten auf dem Dach des Rathauses. Rudolf, mein liebstes Rentier mit der roten Nase, Dasher, Dancer, Prancer, Vixon, Comet, Cupid, Donner und Blitzen warten auf mich um mich wieder zum Nordpol zu bringen“, beantworte ich die Fragen.
Prall gefüllter Zaubersack
Einige singen mir ein Lied, tragen ein Gedicht vor oder wie die kleine Eva stehen stumm und mit großen glänzenden Augen einfach nur vor mir und können gar nichts mehr sagen. In diesen Momenten sehe ich den ganzen Traum und Fazination von Eva in ihren Augen und ich muss sagen, das sind die schönsten Momente auf der Weihnachtsmarktbühne. Niemals habe ich gedacht, dass jeden Tag so viele Kinder kommen. Sie haben Namen wie Felix, Matteo, Antonia und Nena und sie fordern uns heraus. Damit meine ich den Weihnachtsmann und den Helfern des Weihnachtsmannes die Elfen des Weihnachtsmarktes. Der Zaubersack muss jeden Tag wieder prall gefüllt sein. Dafür sorgen der Wunschzettelelf Heinz Gerd Schütz und der Geschenkeelf Rolf Giebel. Ein ganz spannende Frage für uns sind die Wunschzettel. An der Weihnachtmarktbühne steht ein Wunschzettelkasten. Jedes Kind, das seinen Wunschzettel dort einwirft bekommt zu Weihnachten einen Brief vom Weihnachtsmann. Auf diese Aufgabe freue ich mich besonders.
Einsam ist der Weihnachtsmann erst, wenn alle Kinder ihr Geschenk bekommen haben. Foto J. Henke
Umringt von Kindern auf dem Dürener Weihnachtsmarkt ist der Nikolaus. Foto: O. Hansen



























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