600 kommen zur Nacht der Poesie
Ein seltenes Bild. Die wohl interessantesten Lyriker Deutschlands im Haus der Stadt bei der Langen Nacht der Poesie: Harald Hartung, bedeutendster Lyrik-Kritiker und selber auch Lyriker, Kritikerpreisträger 2006 Hans Ulrich Treichel, Hölderlin-Preisträgerin Doris Runge, der Dürener Michael Lentz, Moderator Hajo Steinert vom Deutschlandfunk und Michael Speier, Lyriker und Herausgeber der Zeitschrift „Park. Zeitschrift für neue Literatur“.
Ungewöhnliche Autorenlesung im Haus der Stadt begeistert die Gäste. Das Experiment ist gelungen. Kunstförderverein denkt über eine Neuauflage nach.
Düren. Das gab es in ganz Nordrhein Westfalen noch nicht. Eine ganze lange Nacht nur Lyrik. Kennen die Antwort auf die Frage: „Was ist die kürzeste Fassung eines Romans? Es sind die Gedichte, wo jedes Wort in die Waagschale gelegt wird. Über 600 Besucher sind dem Aufruf des Kunstfördervereins des Kreises Düren am Freitagabend ins Haus der Stadt zu „Lass hören“ gefolgt.
Mit Sabine Schiffner, Harald Hartung, Christoph Wilhelm Aigner, Michael Lentz, Marion Poschmann, Doris Runge, Silke Scheuermann, Michael Speier und Hans Ulrich Treichel lasen die wohl bekanntesten deutschen Lyriker der Gegenwartsliteratur aus ihren Werken.
„Für uns war es ein großes Experiment, eine ganze Nacht Poesie anzubieten und wir sind vom Erfolg des heutigen Abends überrascht“, berichtete der Vorsitzende des Kunstfördervereins Gerhard Quitmann, angesichts der vielen begeisterten Menschen. Eigentlich braucht es nicht viel um einen möglichst großen Spannungsbogen durch die Generationen und unterschiedlichen Arten der Gegenwartsliteratur zu erzeugen. Ein Tisch, ein Stuhl, eine Leselampe und ein gut gefülltes Glas Mineralwasser und vielleicht um es besonders schön zu machen eine Vase mit Blumen. Durch Ihre Erfahrungen in der seit Jahren bestehenden Reihe von Lesungen im Schloss Burgau „ Der Lyrik eine Gasse“ bestehen gute Verbindungen zu den besten Autoren Deutschlands dieses Genres.
„Hierbei haben wir gespürt: Poesie ist deutlich im Aufwind. Wir sind stolz darauf, diesen Trend zu unterstützen, “ so Gerhard Quittmann in der Retroperspektive. Für den Besucher war die lange Nacht der Poesie ein ganz eigenes und persönliches Ereignis. Ein Gedicht persönlich vom Autor in seiner Diktion zu erleben, einfach nur zuzuhören. Eine Lehrstunde im spielerischen Umgang mit der deutschen Sprache, ihres Ausdrucksvielfalt und Schönheit gab, der in Düren geborene und Ingeborg- Bachmann Preisträger, Michael Lentz in seinem energiegeladenen Vortrag. „Das ist eine ganz tolle Sache. Für mich, ist dieser Abend ein weiteres aber wichtiges Bonbon in der breiten Kulturlandschaft Dürens, “ so Heinrich Klocke, Geschäftsführer der Stadtwerke Düren GmbH.
Die Lange Nacht der Poesie wurde vom Deutschlandfunk aufgezeichnet und ist dort am 30.12.2006 ab 20 Uhr zu hören. Über eine mögliche 2. Nacht der Poesie denkt der Kunstförderverein bereits schon nach. „Die Menschen waren begeistert, aber eine erneute Nacht wird es voraussichtlich erst in zwei Jahren geben“, so Gerhard Quittmann.
























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