Skurriles Panoptikum kernig-kölscher Typen

Kalle Pohl zelebriert seine Porno-Oper “Bettmän” im Komm Zentrum. Es war ein wahrlich ein grandioser Höhepunkt und ein durchweg unterhaltsamen Abend.
Kalle Pohl begeistert im “Komm” mit seinem Programm “Bettmän”. Im Eiltempo durch einfache Beziehungsgeschichten, die das Leben so schreibt. Als Ladykiller war Kalle Pohl im Komm Zentrum ganz groß.
Düren. Das war schon ein tolles Comedy-Ereignis am Montagabend im Komm-Zentrum. Kein Wunder, Kalle Pohl gastierte mit seinem Programm “Bettmän”. Das erste was den über 120 Zuschauern auffiel war ein rotes Bett mit gelben Bezug und orange-gelbes Bettzeug. Am Rande stand ein einsames Akkordeon. Plötzlich ist er da, Kalle Pohl, der geborene Dürener, “Hallo, seid ihr gut drauf? Dann wartet mal ab,” und schon ging es im Eiltempo durch die einfachen Beziehungsgeschichten, die das Leben so schreiben. Von Männern, ihrem Selbstverständnis, von Frauen und über die Bedeutung der kuscheligen Ruhezone philosophiert der Frauentyp, bekannt aus der Kalauerrunde “7 Tage - 7 Köpfe”.
Warum nicht noch mal mit Kalle Pohl
“Es wurden Frauen im Kreis Düren befragt. Mit welchem Mann würden Sie eine Nacht verbringen? 48% antworteten: Warum nicht noch mal mit Kalle Pohl.” Mit typisch rheinischer Heiterkeit zaubert der “kleine Ladykiller” dabei ein skurriles Panoptikum von kernig kölschen Typen aus dem Ärmel. Es ist die erste Pornooper der Welt. Dass im Bett Geschichte geschrieben wurde, weiß man ja - Kalle Pohl erzählt es und macht es in seiner Ein-Mann-Show vor.
“Tante Mimi jammert. Hein Spack schimpft, und dann gibt es noch das ein oder andere Schangsong mit dem Akkordeon”. Er ist ein hervorragender Geschichtenerzähler und Musiker. Man hört ihm gebannt zu und jede Anekdote strapaziert die Lachmuskeln und der Lohn: Applaus. Der kleine Comedian war im Komm Zentrum ganz groß.
Briefträger, Kellner, Polizeihauptwachtmeister
Kalle Pohl nahm bereits als Teenager kostenlosen Schauspielunterricht in der elterlichen Kneipe in Gürzenich machte eine Koch- und eine Kaufmannslehre, dann eine Ausbildung zum Polizeihauptwachtmeister. Er arbeitete als Briefträger, Kellner auf der Annakirmes, studierte klassische Gitarre an der Musikhochschule Köln und veröffentlichte diverse Musikbücher. Seine Berufung aber ist das Komödiantenfach, das wurde jedem im Saal des Komm Zentrums klar. Die Stimmung war grandios. Ein Schmankerl in der Zugabe war der gemeinsame Auftritt mit Meikel Freialdenhoven. Er erzählt von seinem Freund in Amerika. Er hat großes Pech mit Frauen. Die erste ist Ihm abgehauen und die zweite hat er noch. Um ihn zu trösten hat er ein Lied geschrieben. “Nah Jörg” heißt es. Kalle Pohl am Akkordeon umd Meikel Freialdenhoven an der Gitarre war eine gelungene Überraschung und mit stürmischer Begeisterung angenommen. Die erste Pornoper – Bettmän- einfach sehenswert.



























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